Schon mal die Blickrichtung geändert?

 

Wenn du die Art, WIE du die Dinge anschaust, änderst….
dann ändern sich die Dinge, die du anschaust!


Wer kennt sie nicht: Stressauslösende Situationen, die einen ins Rudern bringen und man manchmal gar nicht mehr weiß, wo einem der Kopf steht oder wo man zuerst anfangen soll?!

Und ich frage mich manchmal, wie können manch andere so unbeschwert und entspannt mit diesen Situationen umgehen, obwohl sie nicht weniger Aufgaben zu bewältigen oder Probleme zu klären haben?

Habe ich ein schlechtes Zeitmanagement, arbeite ich zu langsam oder was mache ich falsch?

Da fiel mir die Schilderung einer Freundin ein…

 

Es war einmal…

„Als ich meine erste Wohnung bezog, musste ich noch so einiges lernen. Und Haushalten war ein großes Thema, neben einem 60 Stunden-Job, Nebenjob und gerade die Welt entdecken. Der Haushalt stand also in allem oft hintenan, denn wenn ich mal Ruhe und Freizeit hatte, wollte ich diese gern genießen. Es störte mich auch nicht, denn es war zwar ab und an unordentlich und den berühmten Klamotten-Stuhl gab es selbstverständlich auch, doch unsauber war es nie. Auch wenn ich Besuch bekam, fegte ich eventuell noch einmal durch, doch kümmerte ich mich eher um Kuchen, Kaffee und Leckerein – gemütlich sollte es doch sein. Wenn also meine Mama kam, löste dies keinen Stress aus – wieso auch!

Doch eine Person schaffte es, mein Stresslevel auf ein Höchstmaß zu katapultieren – mein Vater! Ein sehr herzlicher Mensch, voller Spontanität und somit unberechenbar. Oft rief er nur 10-20 Minuten vor Ankunft an und ich gab alles in meiner Macht stehende, um eine perfekte Wohnung vorzuweisen. Sobald ich wusste er kommmt – wurde geputzt, gewischt, gebohnert … jede Ecke gereinigt, jedes Regal, jedes Buch … und wenn noch Zeit war – lieber noch einmal. Woran lags? Einmal meinte mein Vater, ich solle doch bitte mehr auf Sauberkeit achten und auch die Fliesen nach dem Kochen sauber machen, die Spritzer durch das Kochen seien doch unnötig…“

Da fragte meine Freundin mich besorgt: „Das ist so anstrengend, wie soll ich denn damit zukünftig umgehen? Ich freue mich ja, wenn mein Vater mich besuchen kommt!“

 

UnverFEHLT begann ich zu erzählen…

Eines Tages nimmt der Vater einer sehr vermögenden Familie seinen Sohn mit zu einem Ausflug aufs Land, mit der Absicht ihm zu zeigen, wie die armen Leute leben. Sie verbringen drei Tage und Nächte auf einem Bauernhof bei einer laut dem Vater sehr armen Familie.

Als sie wieder nach Hause fahren, fragt der Vater seinen Sohn: „Und, wie hat dir der Ausflug gefallen?“
„Es war super, Papa!“, antwortet der Junge
„Hast du gesehen, wie die armen Leute leben?“, will sein Vater wissen.
„Auf jeden Fall“, sagt der Sohn
„Also, was hast du von diesem Ausflug gelernt?“, fragt der reiche Mann.

Der Sohn erwidert: „Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und sie haben 4.
Wir haben einen Pool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht und sie haben einen riesengroßen See.
Wir haben Laternen in unserem Garten und sie haben die Sterne in der Nacht.
Unsere Terrasse reicht zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont.
Wir haben ein schmales Stück Land, auf dem wir wohnen und sie haben endlose Felder.
Wir haben Bedienstete, die uns bedienen, aber sie dienen anderen.
Wir kaufen unser Essen, sie bauen ihr eigenes an.
Wir haben Wände um unser Grundstück, die uns schützen, sie haben Freunde, die sie beschützen.“

Der Vater ist sprachlos.
Und dann fügt sein Sohn hinzu: „Danke Papa, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind!“


Meine EmpFEHLung an Dich…

Stressauslösende Situationen kennt mit Sicherheit jeder von uns. Die Frage ist doch nur, wie wir damit umgehen können?

Ganz einfach: Es kommt auf die Bewertung dieser Situation an!

Natürlich könnte meine Freundin nun sagen, dass ihr Vater nicht mehr zu Besuch kommen soll, damit würde sie ihren Stress erheblich reduzieren. Aber das ist ja nicht ihr Wille…sie freut sich ja, ihren Vater zu sehen. Daher hat sie an ihrer Bewertung gearbeitet und nun sind die kurzfristig angekündigten Besuche mit Freude statt mit Stress verbunden.

Und wie kann man sein Bewertungssystem ändern? Wie kann man statt Armut, Reichtum im Leben erkennen?

Natürlich ist Dein Bewertungssystem von mehreren Faktoren wie Lebenserfahrung, Einstellungen und inneren Glaubenssätzen abhängig und es erfordert auch Übung, die Blickrichtung zu ändern. Doch vielleicht können Dir folgende Fragen dabei helfen, wenn Du (wieder) einmal in einer Stresssituation bist:

  • Was passiert im schlimmsten Fall, wenn du nicht so handelst, wie es vermeintlich von die erwartet wird?
  • Welche Absicht hat mir jemand gegenüber?
  • Ist das wirklich so?

Versuche, Dinge, die dich ärgern oder ins Rudern bringen aus einem anderen Blickpunkt zu betrachten, die Perspektive zu ändern…so wie der Junge, der in all der Armut, einen viel größeren Reichtum erkannt hat. Denn…

Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung!

 

Wenn Du noch mehr zum Umgang mit Stress erfahren willst und Dir nützliche Tipps für Deinen Alltag mitnehmen möchtest, dann komme zum nächsten FEHL-Tag!

 

DU machst den UNTERSCHIED!
Dein Team Marco Fehl

WIR für EUCH – IHR für die Welt!

 

Beitrag: Julia Wolburg

Schon mal die Blickrichtung geändert?

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